Die Prophezeiung der Schneefeder ist eine überlieferte Weissagung der Greifenreiter, die sich auf Frøstfædrin bezieht. Sie wird in alten Schriften und den Aufzeichnungen der Greifenwächter erwähnt. Ihre verschiedenen Fassungen sprechen vom Verlust der alten Ordnung, von einer wachsenden Dunkelheit und vom erneuten Erscheinen der Schneefeder.
Überlieferung
Die Texte wurden über lange Zeit weitergegeben und sind in mehr als einer Form erhalten. Ein kurzer Vers spricht davon, dass eine kalte Feder fällt und ein Greif aus vergangener Zeit in den Händen eines Fremden neu geboren wird.
Andere Fassungen beschreiben den zunehmenden Verlust von Erinnerung, Fantasie und Verbindungen zwischen den Welten. Greifen, die früher den Himmel beherrschten, sollen nur noch in Geschichten vorkommen. Die Weissagung verbindet ihr Schicksal mit dem Zustand von Nævervar.
Auslegung
Für die Ægyr'thariel und andere Bewahrer alter Schriften stellt sich die Frage, welche Aussagen wörtlich und welche bildhaft gemeint sind. Eine fallende Feder kann ein konkretes Ereignis bezeichnen, aber ebenso einen Verlust oder die Aufgabe eines Hüters. Auch die Bedeutung des Fremden wird unterschiedlich verstanden.
Die Prophezeiung beschreibt keinen vollständig erklärten Ablauf. Sie lässt offen, wann ihre Zeichen eintreten, wer sie erkennen wird und ob die erwarteten Ereignisse verhindert oder verändert werden können. Gerade deshalb spielt sie in den Überlieferungen der Greifenreiter eine große Rolle.