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Aldrín stellt das Verb ans Ende – der Bogen zeigt, wohin es wandert.Aldrín stellt das Verb ans Ende – die Markierung zeigt, welches Wort wandert.
Aldrín ist die Sprache der Thorvæk, der Greifenreiter der Welt Aldrímar. Ihre Geschichte reicht mehr als tausend Jahre zurück, bis in die Zeit, als altnordische Seefahrer durch eine Passage in die Zwischenwelt gelangten.
Die Sprache, die sie mitbrachten, veränderte sich über viele Generationen. Im Austausch mit den Völkern Aldrímars kamen neue Wörter und Ausdrucksformen hinzu; andere überdauerten und leben in alten Namen, Liedern und Eiden fort. Aus dieser Entwicklung ging das heutige Aldrín hervor: die Sprache des täglichen Lebens ebenso wie die der großen Überlieferungen.
Zwischen Alltag und Überlieferung
Aldrín spricht man auf Aethrandor, dem Hauptkontinent, in Häfen wie Frøsthaven und Skywharf und auf den Schiffen. Im Gespräch, bei der Arbeit und im Handel gebraucht man Alltags-Aldrín. Es hat über die Zeit Wörter aus dem Lumbrischen aufgenommen, der Handels- und Verwaltungssprache des Kontinents Thalvarin.
Hoch-Aldrín gehört den feierlichen Anlässen: Schwüren, Weissagungen und Zeremonien.
Beide gehören zu derselben Sprache und folgen denselben Regeln für Aussprache und Schrift. Hoch-Aldrín wählt vokalreichere Wörter und spricht ruhiger.
Die ersten Wörter
Zwei dieser Wörter beginnen mit lh, einem stimmlosen l, wie geflüstert. Es kehrt in lhila (ruhen), lhevna (schlafen) und lhirin (Zuflucht) wieder. Ebenso typisch ist das th in Dathi: ein einziger stimmloser Laut, wie im englischen thing.
Wie Aldrín seine Sätze bildet
Im Aussagesatz steht das Verb am Ende. Die Zeit zeigt eine kleine Partikel vor dem Verb an: vy für das Vergangene, vae für das Kommende.
| Beispiel | Deutsch |
|---|---|
| Thar Aegyr lhila. | Der Greif ruht. |
| Thar Thyrin vy vena. | Der Wind zog weiter. |
| Thar Thyrin vae vena. | Der Wind wird weiterziehen. |
Im Befehl rückt das Verb an den Anfang: Halev thar Aegyr! – Ruf den Greifen!
Zwei Schriften, eine Geschichte
Die ältere Schrift Nævir besteht aus kantigen Zeichen, nur aus senkrechten und schrägen Strichen. Sie wurde in Holz, Stein und Klingen geritzt.
Die heutige aldrísche Schrift entwickelte sich aus diesen Formen. Als mit Tinte geschrieben wurde, in Logbüchern, auf Karten, in Briefen und Verträgen, wurden die Zeichen weicher und verbanden sich innerhalb eines Wortes zu einem Zug. Dieses Handbuch gibt Aldrín zusätzlich in lateinischer Umschrift wieder; sie ist eine Lesehilfe.
Sen aumis?
Sen aumis? – Sen aumis. „Noch Wunder?“ – „Noch Wunder.“
Das Handbuch
- Lernen — Zehn aufeinander aufbauende Lektionen zu Wortschatz, Aussprache und Satzbau.
- Sätze und Redewendungen — Alltagssätze, feste Redewendungen und Formeln nach Themen.
- Wörterbuch — Der aldrísche Wortschatz mit Bedeutung, Lautschrift und Wortart.
- Grammatik — Vom einfachen Satz bis zu Zeitformen, Wortbildung und Hoch-Aldrín.
- Schrift und Aussprache — Die Laute, ihre lateinische Umschrift und die Zeichen der aldríschen Schrift.
- Über Aldrín — Herkunft, Entwicklung und Stellung unter den Sprachen Aldrímars.
