Die Ægyr'thariel, auch Greifenwächter genannt, bilden die Priesterkaste der Greifenreiter. Ihr Name bedeutet sinngemäß „Adlergeist-Erwachte“. Die Ursprünge der Greifenwächter reichen bis in die Zeit der ersten nordischen Seefahrer zurück. Seit deren Ankunft sind in Aldrímar rund zweitausend Jahre vergangen.
Die Greifenwächter bewahren das überlieferte Wissen über die Greifen und den Kodex, der das Zusammenleben von Greif und Reiter regelt. Zu seinen wichtigsten Grundsätzen gehört, dass jeder Greif seinen Reiter selbst wählt. Stirbt ein Greif, sorgen die Wächter dafür, dass sein Lied erhalten bleibt. An der Spitze der Kaste stehen die Neun, die Thorvæk'Thariel. Sie können aus allen Völkern berufen werden und haben in Fragen des Kodex das letzte Wort.
Im Glauben der Ægyr'thariel nimmt der Große Greifengeist Ægyr'Vanhöll die Seelen verstorbener Greifen auf. Daneben verehren sie die Windahnen, jene ersten Wächter, die der Überlieferung nach zu Naturkräften wurden. Die Ægyr'thariel können die Essenz eines Greifen wahrnehmen, die Stärke seiner Verbindung zu einem Reiter erkennen und gebrochene Bindungen heilen. Unter den Thorvæk gelten sie deshalb als Hüter ihres Wissens und ihrer Traditionen.