Die Fyrstvæsen, die Erstwesen, sind ein gehörntes Urvolk, das lange vor allen Einwanderungswellen in Aethrandor lebte. Den Namen tragen sie in der Weltensprache, weil ihre Ursprache zu alt für die anderen Völker ist. Sich selbst nennen sie Kaethar'vel, „die vom Land Geborenen“. Sie sind oft über zwei Meter groß, kräftig gebaut und werden zwei- bis dreihundert Jahre alt.
Am auffälligsten sind ihre Hörner, die mit dem Alter wachsen. Kinder tragen kleine Knubbel, Erwachsene leicht gebogene Hörner, die Ältesten verzweigte, kronenartige. Die Form zeigt Rang und Aufgabe an. Mit den Hörnern spüren die Fyrstvæsen Störungen in der Natur.
Jahrtausendelang lebten sie in Frieden mit der Natur. Dann kamen die Nordmänner, später englische Siedler und die Wanderer der Paiute, mit Metall, Magie und organisierten Heeren. Die Fyrstvæsen gaben Land um Land auf, um ihr Kerngebiet zu halten, den Æverwyld. Ihr Eid lautet: „Was bleibt, wird gehalten. Was gehalten wird, ist heilig.“
Sie wohnen in Baumhaus-Siedlungen und ziehen mit den Jahreszeiten durch ihr Land. Jedem erlegten Tier danken sie mit einer Zeremonie. Ihre Religion dreht sich um den Großen Baum, aus dem alle Fyrstvæsen hervorgegangen sein sollen. Fremden begegnen sie mit Misstrauen, und viele sprechen mit Außenstehenden gar nicht.